Sie brauchen 80 gleiche Teile – zu wenig für ein Spritzgusswerkzeug, zu viele für den Prototypenbau. Genau dort ist der 3D-Druck zu Hause: Wir fertigen aus Ihrer Datei, ohne Werkzeug, ohne Rüstkosten, Mindestbestellwert 3 € je Bestellung. Der Preis für die ganze Serie steht im Kalkulator, sobald Datei und Stückzahl eingetragen sind – verbindlich, ohne Angebotsprozess. Ab 50 € Warenwert greift der Mengenrabatt automatisch. Ändert sich das Teil zwischen zwei Chargen, kostet das nichts außer der neuen Datei.
Die Eckdaten
Die Rechnung, die Sie eigentlich aufmachen
Bei jedem werkzeuggebundenen Verfahren zahlen Sie zuerst und fertigen danach. Das Werkzeug muss konstruiert, gefräst und eingefahren werden – bevor das erste Teil existiert. Diese Kosten verteilen sich anschließend auf die Stückzahl: Die Kurve startet hoch und fällt steil, bei zehn Teilen absurd, bei zehntausend unschlagbar.
Beim 3D-Druck fehlt dieser Startbetrag. Gefertigt wird direkt aus Ihrer Datei – keine Form, keine Vorrichtung, kein Einrichten für genau Ihr Teil. Der Preis ergibt sich aus Materialverbrauch, Druckzeit, Werkstoff und Menge, nicht aus einer Pauschale, die erst wieder hereingeholt werden muss. Die Kurve verläuft deshalb fast waagerecht: Teil 1 kostet ungefähr so viel wie Teil 80. Nach unten zieht sie nur der Mengenrabatt.
Bei 80 Stück müssten sich die Werkzeugkosten auf 80 Teile verteilen – die Frage beantwortet sich meist von selbst. Interessant wird der Vergleich erst, wenn die Jahresmenge in die Tausende geht und die Geometrie feststeht. Wo genau sich die Kurven schneiden, hängt an Teil, Material und Werkzeugbauer. Eine allgemeingültige Grenzstückzahl gibt es nicht – und wir bieten keinen Spritzguss an.
Wann sich die Kleinserie aus dem Drucker rechnet
Ein typischer Kleinserienbereich – hier amortisiert sich kein Werkzeug. Ab 50 € Warenwert greift der Mengenrabatt, ab 200 € die höchste Stufe.
Solange Sie an Passungen, Wandstärken oder Anbindungen arbeiten, wäre ein Werkzeug ein Risiko. Hier ist die Änderung eine neue Datei – mehr nicht.
Zwölfmal links, zwölfmal rechts, drei Baulängen: für uns ein Auftrag. Werkzeuggebunden wären es drei Werkzeuge.
In der Menge nachfertigen, die Sie wirklich brauchen, statt eine Mindestabnahme einzulagern. Mehr dazu unter Ersatzteile nachdrucken lassen.
Montagehilfen, Prüflehren, Werkstückaufnahmen – kleine Stückzahl, häufige Änderung. Siehe Vorrichtungen und Montagehilfen.
50 echte Teile montiert und getestet, bevor Sie eine Form freigeben – der günstigste Zeitpunkt, einen Konstruktionsfehler zu finden.
Wo der 3D-Druck bei Serien an Grenzen stößt
Damit Sie nicht falsch planen, sagen wir auch, wofür der Druck nicht die wirtschaftlichste Antwort ist:
Irgendwann gewinnt das Werkzeug: Der gedruckte Stückpreis sinkt nicht weiter, die Werkzeugumlage schon. Spritzguss bieten wir nicht an – und erfinden deshalb auch keine Grenzstückzahl.
Große Teile füllen den Bauraum schnell. Dann läuft die Serie in mehreren Durchgängen; der Preis steigt mit der Menge und macht keinen Sprung nach unten.
FDM zeigt Schichtlinien, SLS ist feinkörnig matt. Wer eine glatte Sichtfläche braucht, plant Nacharbeit ein oder wählt SLA.
Wir fertigen Kunststoffteile. Metallteile und CNC-Nacharbeit gehören nicht dazu; belastbare Gewinde setzen wir beim FDM als Einschmelzgewinde ein.
15 bis 21 Tage Lieferzeit; das genaue Datum nennt der Warenkorb. Eine Serie ist keine Sache von übermorgen.
Welches Verfahren für welche Serie
Alle drei Verfahren fertigen Serien, nur unterschiedlich gut. Entscheidend ist, wie dicht die Teile im Bauraum liegen dürfen: Was Stützstrukturen braucht, braucht auch Abstand.
| FDM | SLS | SLA | |
|---|---|---|---|
| Stückpreis | am günstigsten | mittel | mittel |
| Skaliert mit der Stückzahl | gut | am besten | mäßig |
| Teile im Bauraum | nebeneinander auf der Druckplatte | dicht gepackt im Pulverbett, auch übereinander | nebeneinander, Stützen brauchen Platz |
| Stützstrukturen | je nach Form | keine – das Pulver trägt | immer |
| Bauraum | 241 × 210 × 210 mm, XXL 360 × 360 × 360 mm | 159 × 159 × 295 mm | 200 × 125 × 210 mm |
| Oberfläche | Schichtlinien sichtbar | feinkörnig matt | sehr glatt, lackierfertig |
| Materialauswahl | 9 Werkstofffamilien, über 40 Farben | Nylon PA12, TPU 90A | 8 Kunstharze |
| Typische Serie | große Teile, Gehäuse, Halterungen | Funktionsteile, bewegliche Baugruppen | Sicht- und Vorführteile, Muster |
SLS skaliert am besten: Ohne Stützstrukturen liegen die Teile dicht gepackt im selben Bauraum, und PA12 ist in alle Richtungen nahezu gleich belastbar (Funktionsteile aus PA12). FDM ist am günstigsten und hat mit dem XXL-Bauraum den größten Platz, dort allerdings nur die PLA-Werkstoffe (PLA, PLA Plus, ESD-PLA). SLA lohnt sich, wo die Oberfläche das Produkt ist. Der Preisrechner stellt alle drei Preise nebeneinander.
Die SLS-Serie läuft bei uns in der Formlabs Fuse 1, dicht gepackt im Pulverbett. Für FDM stehen viele Prusa-Drucker in einer Regalwand und laufen gleichzeitig: Ihre Serie verteilt sich darauf und wartet nicht, bis eine einzelne Maschine frei wird. Die Filamente stammen ausschließlich von europäischen Herstellern – die zweite Charge sieht aus wie die erste. Mehr dazu unter Maschinen und Materialien.
Was die Serie kostet
Ab 50 € Warenwert 10 %, ab 100 € 15 %, ab 200 € 20 % – automatisch abgezogen. Welche Stufe Ihr Auftrag erreicht, zeigt der Warenkorb.
Bei massiven FDM-Teilen spart eine geringere Füllung deutlich – über die Serie gerechnet der wirksamste Hebel.
Stützstrukturen können Sie bei SLA-Teilen selbst entfernen und die Position abwählen – siehe Nachbearbeitung.
Färben, Versiegeln, UV-Schutz oder Einschmelzgewinde je Position; der Kalkulator rechnet den Aufpreis ein.
Deutschland und EU 4,99 €, ab 75 € kostenlos. Express 11,00 € (DE) oder 14,50 € (EU).
So läuft Ihre Kleinserie
STL, OBJ, 3MF, STEP, IGES oder BREP im Preisrechner. STEP und IGES wandeln wir serverseitig um.
Der Kalkulator zeigt den Preis pro Stück und für die Menge und zieht die erreichte Rabattstufe selbst ab.
Der Preis ist verbindlich – kein Angebot, keine Rückfrage. Das Lieferdatum steht im Warenkorb.
Teile einbauen und belasten. Passt etwas nicht, laden Sie die korrigierte Datei hoch – ein Werkzeug, das nachgearbeitet werden müsste, gibt es nicht.
Dieselbe Datei erneut hochladen genügt. Ohne Datei zur Hand: anrufen, Mo–Fr 10 bis 17 Uhr, +49 163 2200275.
Häufige Fragen zu Kleinserien
Eine feste Grenze gibt es nicht – gemeint ist der Bereich zwischen Einzelstück und werkzeuggebundener Großserie, in der Praxis etwa ein Dutzend bis einige hundert Stück. Für die Bestellung spielt der Begriff keine Rolle: Der Kalkulator rechnet jede Stückzahl aus.
Nein, beides nicht. Ein einzelnes Teil kostet, was der Kalkulator für ein einzelnes Teil ausrechnet; eine Serie das Vielfache davon abzüglich Mengenrabatt. Ab 75 € Bestellwert entfällt der Versand von 4,99 €.
Ja, über den Mengenrabatt: Ab 50 € Warenwert 10 %, ab 100 € 15 %, ab 200 € 20 %. Darunter bleibt der Stückpreis weitgehend konstant – er muss gar nicht erst fallen, weil er auch bei Stückzahl 1 keine Werkzeug- oder Rüstkosten enthält.
Das hängt an Teilegröße und Verfahren. Im SLS liegen die Teile dicht gepackt im Pulverbett und brauchen keine Stützstrukturen – dort gehen besonders viele auf einmal. Größere Serien fertigen wir in mehreren Durchgängen; Preis und Liefertermin gelten für die gesamte Menge.
Nichts außer der neuen Datei. Es gibt kein Werkzeug, das nachgearbeitet werden müsste, und keine Rüstkosten, die erneut anfielen. Sie laden die überarbeitete Geometrie hoch, der Kalkulator nennt den neuen Preis, die nächste Charge läuft mit dem geänderten Stand.
Sobald die Werkzeugkosten, geteilt durch Ihre Stückzahl, unter den gedruckten Stückpreis fallen. Wo dieser Punkt liegt, hängt an Geometrie, Material und Werkzeugbauer – eine allgemeingültige Stückzahl gibt es nicht, und wir bieten selbst keinen Spritzguss an. Solange die Menge nicht feststeht, ist der Weg ohne Startkosten der risikoärmere.
Ja. Varianten sind für uns nichts anderes als Gleichteile: Sie kalkulieren jede Ausführung einzeln und legen sie in denselben Warenkorb. Weil kein Werkzeug im Spiel ist, kostet die zweite Variante keinen Aufschlag.
Am einfachsten laden Sie dieselbe Datei erneut hoch und geben die neue Menge ein. Haben Sie die Datei nicht mehr zur Hand, rufen Sie an: Wir finden das bereits gedruckte Teil über Ihre frühere Bestellung wieder. Mo–Fr 10 bis 17 Uhr, +49 163 2200275.
Rechnen Sie Ihre Serie durch
Eine Datei, eine Stückzahl, ein verbindlicher Preis – ohne Angebotsprozess. Der Preisrechner stellt FDM, SLA und SLS nebeneinander und zieht den Mengenrabatt automatisch ab. Wissen Sie schon, worauf es hinausläuft, geht es direkt in den FDM-Kalkulator oder den SLS-Kalkulator. Fragen zur Auslegung beantwortet Konstruieren für den 3D-Druck. Wir fertigen in Verden an der Aller.

